Wissen digitalisieren und damit zugänglicher machen

Im digitalen Zeitalter verändert sich nicht nur, wie wir arbeiten, sondern auch, wie wir Wissen weitergeben. Für mich war deshalb in den vergangenen Jahren ein wichtiges Ziel: einen Teil meiner Arbeit in digitale Produkte zu verwandeln.

Dabei ging es mir nicht einfach darum, „online“ zu sein. Ich wollte mein Wissen skalierbarer und vor allem zugänglicher machen.

Denn gerade junge Unternehmerinnen und Unternehmer oder Menschen, die ganz am Anfang stehen, können sich eine individuelle Beratung nicht immer leisten. Trotzdem brauchen sie Informationen, Orientierung und praktische Werkzeuge, um gute Entscheidungen treffen zu können.

So entstand nach und nach die Idee, einen Teil meines Know-hows in Infoprodukte zu übersetzen.

Und tatsächlich kam fast jedes Jahr etwas Neues dazu:

E-Book: „Primeiros passos para abertura de empresa na Alemanha“
Ein Einstieg für alle, die in Deutschland gründen möchten und zunächst verstehen wollen, welche Schritte auf sie zukommen.

E-Book: „Gewerbe ou Freiberufler?“
Eine der häufigsten Fragen bei der Gründung in Deutschland – speziell für portugiesischsprachige Gründer verständlich erklärt.

E-Book „Guia Completo de Planejamento e Proteção“
Ein Guide rund um Planung und Absicherung der Familie in Deutschland.

Online-Kurs „Investing in Germany“
Und schließlich mein bisher größtes digitales Projekt: ein umfangreicher Onlinekurs auf Portugiesisch, der Migrantinnen und Migranten dabei unterstützt, das Investieren und den Vermögensaufbau in Deutschland besser zu verstehen.

Wenn ich diese Liste heute sehe, sieht sie relativ überschaubar aus. Was man ihr allerdings nicht ansieht, sind die vielen Stunden Arbeit dahinter: Inhalte strukturieren, Texte schreiben, recherchieren, Videos produzieren, Materialien erstellen, Plattformen verstehen, überarbeiten, testen – und manchmal wieder ganz von vorne anfangen.

Wissen zu haben und Wissen so aufzubereiten, dass andere damit selbstständig arbeiten können, sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Genau das war wahrscheinlich meine größte Erkenntnis auf diesem Weg.

Es war viel Arbeit. Sehr viel sogar. Aber heute bin ich dankbar, dass ich diesen Schritt gewagt habe.

Denn Digitalisierung bedeutet für mich nicht, persönliche Beratung zu ersetzen. Sie bedeutet, Wissen auf unterschiedlichen Wegen verfügbar zu machen – und damit auch Menschen zu erreichen, die vielleicht sonst keinen Zugang dazu hätten.

Und vielleicht ist genau das eine der größten Chancen unserer digitalen Zeit: Wissen nicht nur zu besitzen, sondern es zugänglich zu machen.

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